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Die 10 Mio.-Schweiz – 10 Thesen

Dichtestress: Die Zuwanderung in die Schweiz hält weiter an – die Bevölkerung wächst kräftig.ZUR MELDUNG, DASS DIE SCHWEIZER BEVOELKERUNG 2014 GEWACHSEN SEI, STELLEN WIR IHNEN AM DONNERSTAG, 23. APRIL 2015, FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG ñ Spectators looking at a concert on the main stage during the 21st Caribana Openair Festival in Crans-sur-Nyon, Western Switzerland, Wednesday, June 8, 2011. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

1.   These: In 20 Jahren hat die Schweiz  10-Mio Einwohner

Die Wohnbevölkerung der Schweiz wächst ständig. Das 2015 revidierten Referenzszenario zur Bevölkerungsentwicklung des Bundesamtes für Statistik geht davon aus, dass die 10-Millionen-Marke zwischen 2035 und 2040 erreicht sein wird. Im Hohen Szenario wird die Marke sogar fünf Jahre früher erreicht.

In 20 Jahren werden wir also 10 Mio. Einwohnerinnen und Einwohner haben.

2.   These: Ein Viertel der Bevölkerung erhält AHV.

Die Zahlen sind für alle drei Bevölkerungsszenarien eindeutig und in diesem Punkt ziemlich ähnlich. Heute leben 1.5 Mio. Menschen, die über 65 Jahre alt sind, in der Schweiz. 2035 werden es 1 Mio. mehr sein – also 2.5 Mio.. Der Anteil der 65-jährigen und älteren Menschen an der Bevölkerung wird bis dann auf 25 % anwachsen (heute: 18 %). Jeder vierte Mensch in diesem Land wird also AHV-berechtigt sein.

Die Zahl der Betagten und Hochbetagten wird sich drastisch verändern: Die Altersgruppe der 80-Jährigen und Älteren wird sich in diesem Zeitraum fast verdoppeln – von 420’000 auf 700’000. Damit wird 2036 jeder dritte AHV-Berechtigte über 80 sein.

Das Medianalter in der Schweiz wird auf 45 Jahre ansteigen. Die durchschnittliche Lebenserwartung bei Geburt wird in den nächsten 20 Jahren um vier Jahre ansteigen wird –  auf 85 für Männer und 89 für Frauen. Durchaus denkbar ist, dass die Zunahme der durchschnittlichen Lebenserwartung sogar höher ausfallen wird.

3.   These: Die Familienbudgets werden knapper.

1960 kamen auf einen AHV-Berechtigten über sechs Personen im erwerbsfähigen Alter. Dieses Verhältnis wird sich drastisch verändern und 2036 in etwa 1:2 betragen. Anders ausgedrückt: Auf 100 Personen im Alter von 20 bis 64 werden 42 Personen kommen, die älter als 65 sind. Die Finanzierung der Renten wird zu einer finanziellen Belastung für die Steuerzahler und die Erwerbstätigen werden. Die Frage wird sein, wie die Stimmberechtigten in unserem Land die finanziellen Folgen der Alterung verteilen werden: Werden sie einer Erhöhung des Rentenalters zustimmen? Oder werden sie – da die ältere Bevölkerung die Mehrheit der Abstimmenden stellen wird – eher eine Finanzierung über die Mehrwertsteuer und/oder über das allgemeine Steueraufkommen befürworten?

Die Sandwich-Generation wird einen grossen Teil der Kosten der Alterung zu tragen haben. Überdies ist sie als Eltern-Generation zuständig für die finanziellen Aufwendungen für Kinder. Die „Jugendlast“ und die Alterslast zusammen gefasst wird auf 75 % steigen. Mit anderen Worten: Auf 100 Menschen im erwerbsfähigen Alter kommen in 20 Jahren 75 Personen, die von ihnen in der einen oder anderen Form finanziell abhängig sein werden.

4.   These: Auch der Staat wird knapp bei Kasse sein.

Das Eidgenössische Finanzdepartement hat 2012 einen Bericht präsentiert, der die langfristigen Finanzperspektiven für die öffentliche Hand auf allen drei Staatsebenen darstellt. Im Basis-Szenario kommen die Autoren zum Schluss, dass demografisch-bedingte Ausgaben der öffentlichen Hand bis 2060 von 18.4 auf 22.3 % des Bruttoinlandproduktes (BIP) ansteigen werden. Den Bund wird es vor allem wegen der Sozialversicherungen treffen, bei den Kantonen und Gemeinden sind es die Kosten für Gesundheit und Langzeitpflege. In der neuen Auflage des Berichts (2016) sehen die Perspektiven etwas besser aus: Die demografiebedingten Ausgaben auf allen drei Staatsebenen wird bis 2030 auf 19.3 % des BIP anwachsen. Als Gründe für die leicht optimistischeren Perspektiven werden die von Bundesrat Alain Berset angedachte „Reform Altersvorsorge 2020“, ein deutlich höheres Wirtschaftswachstum und ein höheres Migrationssaldo angegeben. Dennoch ist das Bild bezüglich der Entwicklung der demografieabhängigen Ausgaben ähnlich wie 2012, wie es im Bericht heisst. Während die Perspektiven für den Bund sich gegenüber dem Bericht von 2012 verbessern, verschlechtern sich diejenigen für die Kantone und Gemeinden.

Zu den alterungsbedingten Mehrkosten kommen jene für das Gesundheitswesen. Momentan steigen die öffentlichen Gesundheitsausgaben in meinem Wohnkanton Luzern um rund 5 % im Jahr. Die Alterung der Bevölkerung ist nur ein Grund für die Kostensteigerung im Gesundheitswesen. Auch der medizinische Fortschritt, dem wir bessere Therapien verdanken, verursacht eine deutliche Kostensteigerung.

Dazu kommen Kosten für die soziale Sicherheit. Wenn der Arbeitsmarkt sich tatsächlich so stark verändern wird, wie ich später noch ausführen werde, dann könnten auch die Kosten für die wirtschaftliche Sozialhilfe noch einmal deutlich ansteigen.

Ein Teil dieser Mehrkosten wird den Steuerpflichtigen aufgebürdet werden – siehe meine 2. These. Aber ich rechne damit, dass die öffentliche Haushalte auch versuchen werden, durch Einsparungen in anderen Bereichen ihre Belastung zu reduzieren.

5.   These: Die 4. Industrielle Revolution schlägt durch.

Wir stehen vor einer erneuten, einer 4. Industriellen Revolution: Ende des 18. Jahrhunderts hat die Mechanisierung dem traditionellen Handwerk massiv zugesetzt – beispielhaft steht dafür der mechanische Webstuhl. 100 Jahre später hat die Elektrifizierung die 2. Industrielle Revolution eingeläutet. Die ersten Fliessbänder ermöglichten einen viel effizienteren Herstellungsprozess. Weitere 100 Jahre später – wir sind nun in den 1970ern – hat die Automatisierung mittels speicher- und programmierbarer Steuerungen erneut zu einschneidenden Umwälzungen geführt. Nun folgt durch das Internet der Dinge, die Vernetzung und die cyber-physikalischen Systeme die 4. Industrielle Revolution. Sie wird nicht nur die Produktion, sondern auch die Dienstleistungsindustrie revolutionieren.

Am Horizont sind Applikationen der Künstlichen oder Maschinen-Intelligenz erkennbar, welche auch qualifizierte Arbeiten ersetzen werden. Im Moment macht eine Studie der Oxford University Furore: Sie kommt zum Schluss, dass die neuen Technologien innert weniger als zwei Jahrzehnten 47 % der Erwerbstätigen in den USA ersetzen könnten. Wie sind diese Prognosen zu werten? Einerseits hat es bei jeder der vorangegangenen Industriellen Revolutionen Schwarzmaler gegeben, die eine verheerende Arbeitslosigkeit vorhergesehen hatten. Tatsächlich folgten jeder der Revolutionen Phasen sozialer Verwerfungen. Nach einiger Zeit aber waren in Tat und Wahrheit mehr Menschen in Lohn und Arbeit als zuvor. Andererseits verweisen die Skeptiker aber darauf hin, dass diese aktuelle industrielle Revolution ungleich schneller als die vorangegangenen sich ausbreiten wird, so dass wir zu wenig Anpassungszeit haben könnten, um auch diesmal eine verheerende Arbeitslosigkeit zu vermeiden.

Vor kurzem hat die NZZ die Automatisierungswahrscheinlichkeit verschiedener Berufe aufgelistet. Sie liegt bei über 90 % bei Sekretariatskräften, Bank- und Schalterbediensteten, Telefonisten, Buchhaltern und Steuerberatern. Es folgen mit einer Automatisierungswahrscheinlichkeit von über 60 % die Postverteiler, Drucker, landwirtschaftlichen Fachkräfte, Kartografen und Vermessungsingenieure. Für Anlageberater wird eine Automatisierungswahrscheinlichkeit von 40 % angegeben. Am unteren Ende mit nur einer kleinen Automatisierungswahrscheinlichkeit liegen die Berufe Kinderbetreuer, Fitnesstrainer, Krankenpflege-Fachkräfte sowie Ärzte, Physiotherapeuten, Rettungsdienstpersonal, Anwälte, Bauingenieure.  Ganz am Schluss – mit den sichersten Jobs – stehen die Psychologen.

Die Menschen in der 10-Mio-Schweiz werden sich ganz bestimmt zu grossen Teilen anders und weiter qualifizieren müssen, um den neuen Anforderungen gerecht zu werden. Sollte es aber tatsächlich zu diesem enormen Ersatz von Menschen durch Maschinen kommen – grösser als es zum Ausgleich des demografischen Wandels nötig ist – und zudem zu wenig neue Jobs entstehen, dann wird die soziale Situation in der Schweiz durch ganz neue und grosse Herausforderungen geprägt sein.

6.   These: Wir werden in einer intelligenten Umgebung leben.

Das Internet der Dinge, Big Data, 3-D-Drucker und Künstliche Intelligenz werden unseren Lebensraum deutlich verändern. Die Technologie wird weitgehend unsichtbar sein, denn wir werden mit ihr in natürlicher Sprache kommunizieren – ohne Tastatur, Maus und Bildschirm, und ohne maschinen-gerechte Eingabe-Regeln. Unsere Wohnungen werden intelligent sein. Sie werden uns helfen, Energie zu sparen, sie werden unsere Sicherheit gewährleisten, und sie werden uns in Alltagsdingen assistieren. Die Lichtquelle wird zugleich zur Alarmanlage, der Kühlschrank zum Online-Shopper, die Wand zum Flatscreen.

Autonom fahrende Fahrzeuge werden die Grenzen zwischen öffentlichem und privatem Verkehr verwischen. In 20 Jahren wird die Stadtplanung darangehen können, die Anzahl Parkplätze zu reduzieren, weil immer weniger Menschen ein eigenes Auto besitzen und stattdessen ein selbstfahrendes Fahrzeug von einem Mobilitätsdienstleister zur Verfügung haben werden, das sie bei Bedarf über eine App rufen. Nachdem dieses Fahrzeug sie abgesetzt hat, wird es sich selbst wieder zum nächsten Fahrgast begeben. Einen Parkplatz wird es nur noch selten benötigen. Eine Simulation für Singapur kommt zum Schluss, dass bei diesem Mobilitätsregime nur gerade noch ein Drittel der heutigen Parkplätze benötigt wird.

7.   These: Die Energiewende wird vollzogen sein.

Die Energiewende schüttelt im Augenblick die Energie-Wirtschaft durch. Öl und Gas sind so billig wie seit über einem Jahrzehnt nicht mehr und strafen jene Lügen, die eben noch prognostiziert haben, dass das Barrel unter 100 US$ nicht mehr zu haben sein wird. Im Augenblick liegt es unter 40 US$. Aber auch die Stromwirtschaft schreibt riesige Verluste und sucht verzweifelt nach einem neuen Geschäftsmodell.

In 20 Jahren wird sich der Umbruch weitgehend vollzogen haben. Wir in der Schweiz werden nur noch einen Bruchteil des heutigen Öl-Bedarfs haben. Der Verkehr wird elektrifiziert oder gasifiziert durch Wasserstoff, das durch Elektrolyse gewonnen wird. Neue Siedlungen werden oft energetisch autark sein, neue Häuser werden, statt Energie zu verbrauchen, mehr Energie erzeugen, als ihr Betrieb erfordert. Die Stromversorgung wird aus einem Netz von Tausenden kleinen Kraftwerken bestehen: Sonne, Wind, Erdwärme, Wasserkraft. Das intelligente Stromnetz (Smart-Grid) wird das Management ermöglichen.

8.   These: Der Welt wird es besser gehen.

Es bestehen gute Chancen, dass im Jahr 2036 weltweit die extreme Armut überwunden sein wird. Der Präsident der Weltbank, Jim Yong Kim, hat 2014 die Losung ausgegeben, dass die extreme Armut bis 2030 verschwunden sein soll. In den vergangenen 20 Jahren ist es jedes Jahr 35 Mio. Menschen gelungen, aus der extremen Armut zu entkommen. Wenn es in den nächsten 15 Jahren gelingt, diese Zahl auf 50 Mio. zu erhöhen, wird es 2030 keine extreme Armut mehr geben.

Überhaupt kommen – leider wenig beachtete – Studien zum Schluss, dass sich die Lebenssituation in den allermeisten Ländern dieser Welt über die letzten Jahre massiv verbessert hat. Die Chancen sind intakt, dass sich diese Entwicklung fortsetzt. Wenn wir die Lebenserwartung als Indikator nehmen, so ist diese zwischen 1970 und heute von 45 Jahren auf 69 Jahre hochgeschnellt. Das ist der weltweite Durchschnitt! Bis Mitte Jahrhundert dürfen wir mit einer Lebenserwartung im weltweiten Durchschnitt von 76 Jahren rechnen. Zugleich wird die Fertilität weltweit unter die Reproduktionsquote von 2 Kindern pro Frau fallen. Heute ist sie auf 2.5 – nachdem sie 1970 noch 5 betragen hat.

Trotzdem wird auch die Weltbevölkerung anwachsen: Auf 9 Mrd. bis 2050 und auf 11 Mrd. bis zum Ende des Jahrhunderts. Der Grund liegt aber nicht an der Anzahl Kinder – Peak Child ist seit 2000 erreicht – sondern bei der weltweit steigenden Lebenserwartung. Im Umkehrschluss heisst das, dass weltweit die Bevölkerung altern wird. Nicht nur in Japan, Europa und China. Sondern fast überall.

Für die Schweiz hat dies weitrechende Konsequenzen. Steigt der Wohlstand weltweit, steigt auch die Nachfrage nach Spitzenprodukten. Dem entgegen wird wirken, dass weltweit auch das Bildungsniveau steigt.  Der Konkurrenzkampf wird sich also weiter verschärfen. Von der weiteren Entwicklung bewaffneter Konflikte einmal abgesehen, dürfte langfristig zugleich der Migrationsdruck abnehmen.

9.   These: Die Risiken nehmen zu

Die Risiken nehmen zu und ändern teilweise ihren Charakter. Je mehr wir uns auf technische Lösungen stützen, desto mehr sind wir verwundbar, wenn sie ausfallen. Ein weiträumiger Stromausfall bringt den Verkehr praktisch zum erliegen. Er macht Einkaufen unmöglich, weil die Kassen nicht mehr funktionieren. Er führt dazu, dass viele – wohl die meisten – nicht mehr arbeiten können. In Zukunft aber, wenn wir die Vernetzung und Digitalisierung noch einmal vertiefen und auf praktisch alle Aspekte des Lebens ausdehnen, werden wir noch sehr viel mehr Angriffsflächen bieten: Es können technische Fehler sein oder aber auch terroristische oder kriminelle Angriffe auf digitale Systeme, die unsere Gesellschaft und Arbeitswelt zum Stillstand bringen.

Drohnen können zu einer billigen und effektiven Waffe für Terroristen werden: Sie können leicht mit „schmutzigen Bomben“ beladen und in ein vollbesetztes Fussball-Stadion gesteuert werden. Selbstfahrende Fahrzeuge können gehackt und absichtlich in Unfälle verwickelt werden.

Dazu kommen Risiken wie Epidemien, die sich in einer globalen und mobilen Welt schnell ausbreiten. Rechnen wir die Gefahr von antibiotikaresistenten Bakterien dazu, könnte es zu einer Neuauflage einer Katastrophe wie der Pest kommen.

Dazu gesellt sich die nach wie vor sehr kritische Vulnerabilität unseres Finanzsystems. Die dünne Eigenkapitaldecke der Banken, die Überhitzungstendenzen am Immobilienmarkt, die Desintegration der EU als Folge von Krisen – all das sind nicht von der Hand zu weisende Risiken, welche die Schweiz treffen können. Wenn aber die Arbeitslosigkeit massiv steigt, die Sozialhilfe-Quote nicht mehr (wie heute) gut 3, sondern 30 % betragen wird, dann sind viele Annahmen zur Schweiz 2036 fragwürdig.

Wenn die Politik diesen Risiken begegnen will, wird es zu deutlich mehr Friktionen im täglichen Leben führen. Eine Parabel dafür ist der Flugverkehr bereits heute. Es ist zeitaufwändig und ärgerlich, was wir heute alles im Namen der Sicherheit über uns ergehen lassen müssen, bis wir endlich eine Flugreise antreten können. Bald könnte ein ähnliches Prozedere auch den Schienenverkehr betreffen, selbst den Nahverkehr, aber auch den Besuch im Shopping Center und ähnliches.

10.   These: Neue Werte: Qualität statt Quantität.

Werte verändern sich in Wechselwirkung mit der sozialen Praxis und den Institutionen, die das Leben organisieren. In 20 Jahren wird für die städtische Bevölkerung ein Privatauto unattraktiv sein – ohne dass sie dafür auf individuelle Transportlösungen verzichten müssen. – siehe meine These Nr. 6 zu der „smarten Welt der Dinge“.

Weil wir nur noch in den bestehenden Siedlungsgrenzen weiterwachsen, also verdichten werden, und weil die Bevölkerung immer älter wird, werden immer mehr Menschen bei der Wahl ihres Lebensraums auf die Möglichkeiten zur Interaktion und Begegnung achten. Die Nachbarschaft zu ermöglichen und mit neuem Inhalt zu füllen, wird wichtiger als möglichst viele ganz private Flächen zur Verfügung zu haben. Das Stichwort lautet „Share-Economy“ – wir werden vielmehr Dinge gemeinsam nutzen, weil es sich über die technischen Mittel einfach organisieren lässt. Der Überfluss an Gütern und der schrumpfende Platz werden mehr und mehr Menschen veranlassen, bewusst deutlich weniger zu besitzen, als wir es heute tun.

 

Nachtrag: Die Ungewissheit nimmt zu.

Was bisher über die 10-Mio-Schweiz gesagt wurde, beruht entweder auf erkennbaren Megatrends oder zumindest auf Frühsignalen denkbarer Entwicklungen.

Hier folgt nun ein grosses ABER: Damit haben wir nur einen Bruchteil dessen beschrieben, was die Schweiz 2036 ausmachen wird. In den nächsten 20 Jahren werden sich Dinge ereignen, an die wir heute noch nicht einmal denken. Es wird Überraschungen geben, Unvorhergesehenes, Schwarze Schwäne, wie sie der Börsenhändler Nassim Nicholas Taleb in einem aufsehenerregenden Buch beschrieben hat. Wir müssen sogar damit rechnen, dass die Ungewissheiten zunehmen werden. Daher ist es wichtig, dass wir in auf resiliente Lösungen setzen – auf Lösungen, die leicht korrigierbar sind. Dabei dürfen wir nicht in Panik geraten: Wir müssen heute nicht alle Probleme lösen, die sich in einer, zwei Generationen stellen werden. Unsere Nachfolger werden auch Lösungsmöglichkeiten haben, von denen wir keine Ahnung haben. Ich habe Vertrauen in die Kreativität, Intelligenz und Anpassungsfähigkeit des Menschen.

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