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Wie Jugendliche Medien nutzen: Rollentheorie als Begleittext zu Let’s Play

Ein Let’s Player erläutert Erving Goffman’s Rollentheorie („Wir spielen Theater. Die Selbstdarstellung im Alltag“).

(Credits: Diese Entdeckung verdanke ich meinem Sohn)

Was ist daran so phänomenal? Dafür muss ich erst erklären, was ein Let’s Player ist. Der Begriff kommt von „Let’s play“ Ein Let’s Player lässt uns zuschauen, wie er ein online-Game spielt. Er filmt sein Spielen ab (wir verfolgen, was auf seinem Bildschirm passiert) und stellt den Film ins Youtube. Dazu hören wir seinen Simultankommentar zum Spiel. Aber er kann dabei auch über ganz andere Themen sprechen: Zum Beispiel über die Rollentheorie des amerikanischen Soziologen Erving Goffman. Ein Letsplayer, der sich tabletennisgamer nennt, greift eine Kontroverse um einen Kritiker von Rap-Musik auf und erklärt, wie und warum dieser bei den Youtubern seine Reputation verspielt hat. Mit der Rollentheorie von Goffman…

Phänomenal finde ich zwei Aspekte:

1. Urteilen wir nicht vorschnell, wenn unsere Kids gamen. Vielleicht hören sie sich gerade einen Vortrag an -obwohl es für uns den Anschein macht, dass sie nur  mit dem Computer abhängen.

2. Multi-Tasking gibt’s doch. tabletennisgamer kämpft sich durch ein Game und kann trotzdem verständlich eine soziologische Theorie erklären.

Prädikat: Empfehlenswertes Video zu einem spannenden Phänomen!

 

Let’s Play The Binding of Isaac nochmal von vorne Part 79 – Darsteller und Darstellung – YouTube.

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